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Mystorae

Sieben der Münzen

Eine Karte des Geldes und Geschäfts, deren wahrsagerische Bedeutungen sich offen widersprechen: auf der einen Seite Streit, auf der anderen Unschuld und Läuterung.

Aufrecht

  • Geld
  • Geschäft
  • Tauschhandel
  • Streit
  • Unschuld
  • Läuterung

Die Quelle verbindet diese Karte mit Geld, Geschäften und dem Austausch von Gütern, warnt aber sogleich, dass ihre wahrsagerischen Bedeutungen in verschiedene Richtungen weisen. Eine Lesart deutet auf Reibung, Streit und Auseinandersetzungen hin. Eine andere Linie zeigt fast das Gegenteil: Unschuld, Klugheit oder Einfallsreichtum, sowie Läuterung, also ein Aufräumen oder Durcharbeiten von etwas. Der starre Blick der Figur auf ihre Münzen, als ihre Schätze beschrieben, deutet auf ein Herz hin, das in das investiert ist, was angesammelt oder kultiviert wurde, im Guten wie im Schlechten.

Traditionelle Bedeutung.

In erster Linie ist dies eine Karte des Geldes, des Geschäfts und des Tauschhandels. Die Quelle macht ausdrücklich deutlich, dass die Bedeutungen sich stark widersprechen: Eine Lesart spricht von Auseinandersetzung und Streit, eine andere von Unschuld, Erfindungsgabe und Läuterung. Die Quelle unternimmt keinen Versuch, diese Spannung zu einer einzigen Aussage aufzulösen. Sowohl die geschäftliche Deutung als auch die widersprüchliche, ebenso wie die sanftere Lesart von Unschuld und Läuterung, werden als gültig angeführt.

Symbolik

Ein junger Mann stützt sich auf seinen Stab und blickt aufmerksam auf sieben Münzen, die an einem Gebüsch zu seiner Rechten befestigt sind. Die Quelle stellt schlicht fest, man könnte sagen, dies seien seine Schätze und dort sei sein Herz. Seine Aufmerksamkeit richtet sich auf das, was er herangezogen oder angesammelt hat, das jedoch getrennt von ihm im Grün ruht statt in seiner Hand.

In diesem Zusammenhang

Arbeit oder Lebensrichtung
Die Quelle rahmt dies vor allem als Karte des Geschäfts und Tauschhandels, was zum Nachdenken über bereits investierten Aufwand und dessen Ertrag anregen kann. Die alternative Lesart der Quelle von Auseinandersetzung und Streit legt nahe, dass diese Bestandsaufnahme nicht immer geklärt oder angenehm ausfällt.
money
Nur als symbolische Reflexion, nicht als Finanzberatung: Die Quelle nennt dies eine Karte des Geldes und Tauschhandels, mit dem Blick fest auf angesammelten Schatz gerichtet. Sie kann zum Nachdenken über die eigene Beziehung zu dem Angesammelten anregen, wobei die Quelle auch eine Lesart von Streit statt Zufriedenheit zulässt.
Etwas über mich selbst
Die Lesart der Quelle von Unschuld, Erfindungsgabe und Läuterung eröffnet ein Register der Selbstprüfung, ein Durcharbeiten oder Aufräumen, das getrennt von der geschäftlichen Bedeutung der Karte steht. Neben die alternative Lesart von Streit gestellt, kann sie zum Nachdenken darüber anregen, welche dieser beiden der eigenen Lage näher liegt.
conflict
Die Quelle nennt Auseinandersetzung und Streit ausdrücklich als eine der widersprüchlichen Bedeutungen dieser Karte, neben der geordneteren Lesart von Geschäft und Tauschhandel. Dies kann zum Nachdenken darüber anregen, wo Uneinigkeit in eine Situation eingedrungen ist, die sonst von stetiger Ansammlung geprägt war.

Lass das auf dich wirken

  • Worauf hat sich deine Aufmerksamkeit gerichtet, so wie sich die der Figur auf ihre Schätze gerichtet hat?
  • Fühlt sich die Lesart der Quelle von Streit näher an deiner Situation an, oder liegen dir Unschuld und Läuterung näher?
  • Was hat dein bisheriger Aufwand tatsächlich hervorgebracht, und wie fühlst du dich, wenn du es betrachtest?

Umgekehrt

  • Unruhe
  • verliehenes Geld
  • Warten
  • Fehlinvestition
  • Zweifel

Diese umgekehrte Karte weist auf eine bestimmte Art von Sorge hin: Unbehagen über Geld, das jemand zu verleihen erwägt, nicht allgemeinen finanziellen Stress. Das aufrechte Bild zeigt eine Person, die vertieft über etwas wacht, in das sie echte Sorgfalt gesteckt hat, buchstäblich Schätze, in die investiert wurde. Umgekehrt kippt dieses Wachen in Unruhe, das besondere Unbehagen bei der Frage, ob Geld, das man einer anderen Person überlässt, ebenso sorgsam behandelt wird, wie man selbst es tun würde.

Traditionelle Bedeutung.

Waite gibt dieser umgekehrten Karte eine enge, spezifische Bedeutung: Anlass zur Sorge in Bezug auf Geld, das verliehen werden soll. Es geht nicht um allgemeine Armut oder Verlust, sondern um das Unbehagen, das entsteht, wenn jemand erwägt, einer anderen Person Geld anzuvertrauen. Die Quelle mildert dies nicht zu einer allgemeinen Lektion über Geduld oder Wachstum ab, sondern benennt eine konkrete Sorge rund um das Anvertrauen von Geld.

Symbolik

Das aufrechte Bild zeigt einen jungen Mann, der sich auf seinen Stab stützt und gebannt auf sieben Pentakel blickt, die an einem Busch neben ihm befestigt sind, so vertieft, dass man laut Waite meinen könnte, dies seien seine Schätze und sein Herz hänge daran. Traditionell wird diese fixierte, wachsame Aufmerksamkeit für langsam wachsenden Wohlstand als Sorgfalt gedeutet, die einer Investition gilt, deren Ausgang noch offen ist. Umgekehrt kippt eben diese Wachsamkeit in Unruhe, insbesondere in das Unbehagen darüber, ob man Geld verleihen soll und was daraus werden könnte.

In diesem Zusammenhang

money
Nur als symbolische Reflexion, keine Finanzberatung: Die Quelle verbindet diese umgekehrte Karte mit der Unruhe, die entsteht, wenn man erwägt, Geld zu verleihen. Es kann sich lohnen, genauer hinzuschauen, was an der Vereinbarung konkret unsicher wirkt, statt das Unbehagen beiseitezuschieben.
Eine Entscheidung, die ich abwäge
Möglicherweise steht eine Entscheidung an, bei der es darum geht, jemand anderem etwas Wertvolles zu leihen oder anzuvertrauen. Diese Karte kann das Unbehagen dieser speziellen Art von Entscheidung widerspiegeln, das Abwägen von Großzügigkeit gegen das Risiko, dass das Vertrauen nicht in gleicher Weise erwidert wird.
Etwas über mich selbst
Eine mögliche Lesart ist, dies als Einladung zu verstehen, wahrzunehmen, wo Sorgfalt in Sorge umschlägt, besonders bei Dingen oder Beziehungen, deren Ausgang vom Handeln einer anderen Person abhängt.

Lass das auf dich wirken

  • Gibt es gerade etwas Wertvolles, das du in Erwägung ziehst, jemand anderem zu leihen oder anzuvertrauen?
  • Was genau an dieser Vereinbarung fühlt sich für dich unsicher an?
  • Kommt die Sorge von der Höhe des Einsatzes oder von Zweifeln an der beteiligten Person?
  • Was würde dir helfen, dich damit sicherer zu fühlen, unabhängig davon, wie es ausgeht?

Lass das auf dich wirken

Jede Bedeutung wird von uns geschrieben und stützt sich auf A. E. Waites gemeinfreies Werk The Pictorial Key to the Tarot (1910). Nichts erscheint hier, bevor es ein Mensch gelesen hat.

Kostenlose Karte ziehen

Quelle: Arthur Edward Waite, The Pictorial Key to the Tarot (1910), public domain. Seven of Pentacles (S. 103). Wissensversion 0.1.0.