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Mystorae

Zwei der Münzen

Ein Tänzer oder eine Tänzerin hält zwei Pentakel an einer ununterbrochenen Schnur in Bewegung. Die Quelle deutet das entweder als spielerische Balance, oder als eintreffende Nachrichten, verwoben mit Hindernissen und Ärger.

Aufrecht

  • Frohsinn
  • Zerstreuung
  • Prioritäten jonglieren
  • Nachrichten und Botschaften
  • Hindernisse
  • Unruhe

Der alte Text verbindet das Bild einer tanzenden Person, die zwei Gegenstände zwischen ihren Händen in Bewegung hält, mit zwei recht unterschiedlichen Bedeutungsebenen. Die erste ist leicht: Spiel, Ablenkung, die Freude an Dingen, die in Bewegung sind. Die zweite ist schwerer: ein Wort, das schriftlich eintrifft, und eine Häufung von Schwierigkeiten, Ärger und Dingen, die sich verheddern. Waite erklärt nicht, wie zwischen beiden zu wählen ist, daher lohnt es sich, beide im Blick zu behalten, statt sich für die angenehmere zu entscheiden.

Traditionelle Bedeutung.

In Waites eigener Darstellung trägt diese Karte zwei unterschiedliche Deutungen, die nicht recht zueinander passen wollen. Zum einen steht sie für Frohsinn und Zerstreuung, passend zum Tanz des jungen Mannes. Zum anderen wird sie als schriftliche Nachrichten und Botschaften gelesen, sowie als Hindernisse, Unruhe, Ärger und Verstrickung. Die Quelle löst diese Spannung nicht auf und sagt nicht, wann welche Deutung gilt: Beide werden als gültig angeboten.

Symbolik

Ein junger Mann ist mitten im Tanz gezeigt und hält in jeder Hand eine Pentakel-Münze. Die beiden Pentakel sind durch eine einzige Schnur verbunden, geformt wie eine liegende Acht, eine endlose, ununterbrochene Linie zwischen ihnen. Waite verknüpft dieses Bild direkt mit der leichten, spielerischen Bedeutung von Frohsinn und Zerstreuung, während die Bedeutungen rund um schriftliche Nachrichten und Ärger ohne begleitendes Bildmotiv gegeben werden.

In diesem Zusammenhang

Arbeit oder Lebensrichtung
Waites Deutung als 'schriftliche Nachrichten und Botschaften' kann für alle stimmig sein, die auf Post, eine Entscheidung oder Nachricht von jemandem bei der Arbeit warten. Die Deutung 'Hindernisse, Unruhe, Ärger, Verstrickung' kann auch eine Arbeitslast oder Reihe von Verpflichtungen spiegeln, die sich eher verworren als schlicht geschäftig anfühlt.
money
Dies wird ausschließlich als symbolische Reflexion angeboten, nicht als finanzieller Rat. Das Bild zweier Gegenstände, die zwischen den Händen in Bewegung gehalten werden, kann zum Nachdenken darüber anregen, ob man mehr als eine finanzielle Verpflichtung oder Priorität gleichzeitig jongliert, und ob sich dieses Jonglieren derzeit eher spielerisch oder prekär anfühlt.
Eine Entscheidung, die ich abwäge
Die Aufteilung der Quelle selbst in eine Frohsinn-Deutung und eine Ärger-Deutung kann als hilfreicher Denkanstoß dienen: Es kann sich lohnen, offen zu benennen, ob sich eine aktuelle Situation wie eine handhabbare, vielleicht sogar angenehme Bewegung anfühlt, oder ob sie in etwas Verworreneres gekippt ist.
Etwas über mich selbst
Die endlose Schnur, die die beiden Pentakel verbindet, kann zum Nachdenken darüber einladen, was im eigenen Leben gerade in ständiger Bewegung gehalten wird, und ob sich diese fortlaufende Anstrengung derzeit nährend oder auszehrend anfühlt.

Lass das auf dich wirken

  • Passt die Deutung der Quelle als 'Frohsinn und Zerstreuung' zu dem, wie sich diese Situation für dich tatsächlich anfühlt, oder liegt 'Hindernisse und Ärger' näher?
  • Gibt es gerade etwas in deinem Leben, das du in Bewegung hältst, so wie der Tänzer die Pentakel in Bewegung hält?
  • Wartest du gerade auf eine Nachricht oder ein schriftliches Wort, wie es die Bedeutung 'Botschaften in Schriftform' dieser Karte nahelegt?

Umgekehrt

  • erzwungene Heiterkeit
  • vorgetäuschte Freude
  • wörtlicher Sinn
  • Korrespondenz
  • Wechselbriefe

In dieser Quelle verweist die umgekehrte Zwei der Pentakel auf eine Heiterkeit, die aufgesetzt statt echt ist, eine Art gespielte Leichtigkeit oder Freude, die für den Anlass vorgetäuscht wird, statt wirklich empfunden zu werden. Getrennt davon, und ohne dass die Quelle den Zusammenhang erklärt, trägt sie auch eine deutlich wörtlichere Bedeutungsgruppe rund ums Schreiben: Handschrift, verfasste Dokumente und Wechselbriefe (Papiere des Kredits oder Austauschs). Die Deutung kann bei beiden Möglichkeiten verweilen, statt sich auf eine festzulegen, da die Quelle selbst sie nicht auflöst.

Traditionelle Bedeutung.

Waite gibt als umgekehrte Bedeutung erzwungene Heiterkeit und vorgetäuschte Freude an: eine Fröhlichkeit, die aufgesetzt ist statt echt empfunden. Er stellt dem eine ungewöhnliche, eher wörtliche Bedeutungsgruppe zur Seite, die sich auf die aufrechte tanzende Figur in ihrem ganz konkreten Sinn bezieht: Handschrift, Verfassen von Texten, Wechselbriefe (also Korrespondenz und Papiere des Austauschs oder Kredits). Die Quelle erklärt nicht, wie diese beiden Gruppen zusammenhängen; sie listet sie nebeneinander auf, ohne die Spannung zwischen einer emotionalen und einer wörtlichen, auf Papier und Korrespondenz bezogenen Lesart aufzulösen.

Symbolik

Die aufrechte Karte zeigt einen jungen Mann beim Tanzen, der in jeder Hand ein Pentakel hält, die beiden verbunden durch eine Schnur in Form einer liegenden Acht, eine endlose Linie, die das Paar verknüpft. Aufrecht deuten diese Figur und die Schnur traditionell auf ein Jonglieren oder Balancieren zweier Dinge hin, die gemeinsam in Bewegung gehalten werden. Waite beschreibt das Bild für die umgekehrte Stellung nicht neu; die umgekehrten Bedeutungen, die er nennt (erzwungene Heiterkeit, vorgetäuschte Freude und, getrennt davon, Handschrift und Wechselbriefe), werden als Abweichung von diesem aufrechten Bild balancierender Bewegung gelesen, beziehungsweise als dessen wörtliche Wendung, nicht als ein eigenständiges neues Bild.

In diesem Zusammenhang

Eine Beziehung
Kann eine Leichtigkeit oder gute Laune widerspiegeln, die vor einem Partner oder anderen gespielt wird, statt darunter wirklich empfunden zu sein. Eine mögliche Lesart ist die Frage, wie viel von der derzeitigen Unbeschwertheit echt ist und wie viel nur um des Scheins willen aufrechterhalten wird.
Arbeit oder Lebensrichtung
Kann auf erzwungene Fröhlichkeit bei der Arbeit hindeuten, eine Professionalität, die verlangt, Freude oder Gelassenheit vorzuspielen, die darunter nicht ganz empfunden wird. Der Hinweis der Quelle auf Handschrift, Verfassen von Texten und Wechselbriefe kann im beruflichen Umfeld auch auf Papierkram, Korrespondenz oder Austauschdokumente hindeuten.
money
Dies ist ausschließlich eine symbolische Reflexion, keine Finanzberatung. Der Ausdruck 'Wechselbriefe' der Quelle bezeichnet Papierinstrumente des Kredits oder Austauschs; hier kann er nur als Bild für die Reflexion gelesen werden, nicht als Hinweis zu tatsächlichen Geldangelegenheiten.
Eine Entscheidung, die ich abwäge
Kann auf eine Entscheidung hindeuten, die abgewogen wird, während nach außen der Anschein von Leichtigkeit gewahrt wird, statt den damit verbundenen Aufwand zu zeigen. Die wörtliche Lesart der Quelle (Handschrift, verfasste Briefe) kann auch nahelegen, dass etwas Schriftliches Teil dessen ist, was abgewogen wird.
Etwas über mich selbst
Kann widerspiegeln, was es kostet, eine vorgespielte Freude aufrechtzuerhalten, und was es bedeuten könnte wahrzunehmen, wo Heiterkeit vorgetäuscht statt echt ist.

Lass das auf dich wirken

  • Wo in deinem Leben fühlt sich die Fröhlichkeit, die du zeigst, gerade eher gespielt als echt an?
  • Gibt es ein Schriftstück oder eine Korrespondenz, die mit dem zusammenhängt, was du gerade abwägst?
  • Wie könnte es aussehen, den Aufwand deines aktuellen Balanceakts sichtbar sein zu lassen, statt ihn hinter Heiterkeit zu verbergen?

Lass das auf dich wirken

Jede Bedeutung wird von uns geschrieben und stützt sich auf A. E. Waites gemeinfreies Werk The Pictorial Key to the Tarot (1910). Nichts erscheint hier, bevor es ein Mensch gelesen hat.

Kostenlose Karte ziehen

Quelle: Arthur Edward Waite, The Pictorial Key to the Tarot (1910), public domain. Two of Pentacles (S. 108). Wissensversion 0.1.0.